Stunden im Straßenverkehr zu verbringen, gehört bereits zur Routine von Millionen Brasilianern. Zwischen Staus, langen Strecken und überfülltem öffentlichem Nahverkehr nimmt die Zeit für den Weg zwischen Wohnung und Arbeit einen immer größeren Teil des Tages ein. Das Problem dabei ist, dass dieser Zeitraum oft nur als eine Konsequenz des Lebens in großen Städten betrachtet wird, während seine Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit oft in den Hintergrund geraten.
Eine Erhebung der Federação Nacional de Dirigentes Lojistas (CNDL) in Partnerschaft mit dem SPC Brasil und dem Serviço Brasileiro de Apoio às Micro e Pequenas Empresas (Sebrae) zeigt, dass Bewohner großer Ballungszentren durchschnittlich 21 Tage pro Jahr im Straßenverkehr verbringen.
In Rio de Janeiro ist die Situation noch herausfordernder. Laut einer Studie des Mobilitäts-Apps Moovit beträgt die durchschnittliche Pendelzeit zwischen Wohnung und Arbeit in der Metropolregion 58 Minuten pro Strecke. Unter den Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs verbringen 11% zwei Stunden oder mehr mit jeder Fahrt, sodass viele Arbeitnehmer praktisch einen halben Tag allein für den Weg zur Arbeit und zurück aufwenden.




