Die Anzahl der Insolvenzanträge ist 2026 in Brasilien stark angestiegen. Zu den jüngsten Fällen gehören große Unternehmen wie Casas Bahia, Marabraz, Braskem, GPA, Havanna, Grupo Gennius und verschiedene Unternehmen der Landwirtschaft.
Experten weisen darauf hin, dass dieser Anstieg nicht allein den hohen Zinsen zugeschrieben werden kann. Laut Camila Nicolau Juliano, einer auf Gesellschafts- und Vertragsrecht spezialisierten Anwältin, sind die Ursachen eine Kombination verschiedener Faktoren, darunter hohe Zinsen, eingeschränkter Kredit, hohe Verschuldung, steigende Kosten, Veränderungen im Konsumverhalten und das jeweilige Geschäftsmodell jedes Unternehmens.
Im Kontext des Insolvenzverfahrens lassen sich verschiedene Arten von Unternehmen in Schwierigkeiten identifizieren. Einige sind wirtschaftlich rentabel, werden jedoch von den hohen Zinsen erdrückt. Andere haben Geschäftsmodelle, die sich nicht an die Marktveränderungen angepasst haben. Zusätzlich gibt es Unternehmen, die sich in Zeiten günstigen Kredits verschuldet haben und nun nicht mehr in der Lage sind, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.
Ein Insolvenzverfahren wird vom Gericht nur für Unternehmen genehmigt, die eine tatsächliche wirtschaftliche Rentabilität nachweisen können, das heißt, die belegen können, dass sie sich erholen und nach der Umschuldung ihrer Verbindlichkeiten weiterhin operieren können.




