Die Regierung von Rio de Janeiro hat der Alerj einen Gesetzentwurf vorgelegt, um den Steuervorteil für die Luftfahrtbranche im Bundesstaat wieder einzuführen. Der Vorschlag sieht den Aufschub der ICMS-Steuer bei Ausfuhren von Flugpetroleum vor, wodurch die Steuerzahlung verzögert wird, um das Betanken von Flugzeugen in Rio im Vergleich zu anderen Bundesstaaten wettbewerbsfähiger zu machen.
Ziel der Maßnahme ist es, zu verhindern, dass Fluggesellschaften Bundesstaaten wie São Paulo und Minas Gerais bevorzugen, die bereits ähnliche Steuerregelungen haben. Rio verfügte über einen früheren Vorteil, der bis Ende 2025 in Kraft war, jedoch nicht rechtzeitig verlängert wurde, was zum Verlust des differenzierten Regimes für den Sektor führte.
Die Initiative gilt als strategisch, um den Internationalen Flughafen Tom Jobim (Galeão) als großes Drehkreuz zu konsolidieren. Die Luftfahrtbranche hat direkte Auswirkungen auf den Tourismus, den Handel und die Beschäftigung im Bundesstaat – Sektoren, die durch die Wiedereinführung des Vorteils angekurbelt würden.
Laut Daten des Brasilianischen Verbands der Luftfahrtunternehmen unterstützte die Luftfahrtaktivität im vergangenen Jahr über 20.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze und generierte ein Einkommen von 1,4 Milliarden Real an Gehältern im Bundesstaat.




