Das Eigenmarkenmodell, das bereits einen erheblichen Anteil am Umsatz im europäischen Einzelhandel ausmacht, gewinnt in Brasilien an Stärke und ist nicht mehr eine exklusive Strategie großer Handelsketten. Mittlere Unternehmen haben begonnen, exklusive Produkte direkt mit chinesischen Herstellern zu entwickeln und ersetzen damit den einfachen Weiterverkauf von Katalogartikeln durch einen Markenkreationsprozess, der technische Spezifikationen, Verpackung und visuelle Identität umfasst.
Diese Veränderung geht mit der Verschärfung des Preiswettbewerbs auf großen Marktplätzen einher, einem Szenario, in dem die Produktdifferenzierung zu einem der wenigen Wege für diejenigen geworden ist, die nicht nur über den niedrigsten Preis konkurrieren wollen. Die Strategie ermöglicht es kleineren Unternehmen, eine eigene Identität aufzubauen und ihren Produkten einen Mehrwert zu verleihen.
Der Aufschwung dieses Trends wird durch aktuelle Branchendaten gestützt. Laut einer Studie von NielsenIQ betrachten fast 70 % der Brasilianer Eigenmarkenprodukte bereits als gute Alternative zu traditionellen Handelsmarken, während 72 % diese Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis assoziieren. Die Forschung zeigt auch, dass die Mehrheit den Konsum dieser Produkte steigern möchte.




