Der Bankier Daniel Vorcaro wurde am Freitagvormittag und frühen Nachmittag von der Bundespolizei vernommen. Dies war das erste Mal in diesem Jahr, dass Vorcaro vor der Behörde aussagte, wobei seine letzte Vernehmung im Dezember des vergangenen Jahres stattgefunden hatte. Die Vernehmung wurde per Videokonferenz aus dem Gewahrsam des 19. Bataillons der Militärpolizei des Bundesdistrikts durchgeführt, das als „Papudinha" bekannt ist, wo er seit Juni in Präventivhaft ist. Die Aussage war zuvor bereits zweimal verschoben worden.
Dies war auch das erste Mal, dass Vorcaro nach der Ablehnung zweier Kronzeugen-Deal-Vorschläge durch seine Verteidigung vor der Bundespolizei aussagte. Die Ermittler waren der Ansicht, dass die vom Bankier vorgelegten Anhänge ohne ausreichende Beweise seien und „unzureichend", um neue Erkenntnisse für die laufenden Ermittlungen zu liefern.




