Singapur pflegt seit 1992 eine der ungewöhnlichsten Einschränkungen für ein Alltagsprodukt: Kaugummi. Seit diesem Datum unterliegen Herstellung, Einfuhr und Verkauf strengen Kontrollen, eine Maßnahme, die entstand, nachdem die unsachgemäße Entsorgung von Kaugummi in verschiedenen Teilen der Stadt Probleme verursachte. Die Regel bedeutet jedoch nicht, dass Kaugummi kauen illegal ist. Es gibt Ausnahmen für bestimmte Sorten, die für zahnmedizinische und therapeutische Zwecke bestimmt sind, während kleine Mengen für den persönlichen Konsum unter den von den Behörden festgelegten Bedingungen mitgebracht werden können.
Der Ursprung der Maßnahme geht auf 1983 zurück, als Lee Kuan Yew, damals Premierminister von Singapur, einen Vorschlag erhielt, das Produkt zu verbieten. Damals hielt Lee ein vollständiges Verbot für eine zu drastische Maßnahme. Kaugummireste tauchten in Briefkästen, Schlössern, Aufzügen, Treppen, Gehwegen und Bustürschließen auf, was Wartungsschwierigkeiten und höhere Reinigungskosten verursachte. Das vollständige Verbot wurde 1992 umgesetzt.




