Ab September werden alle gerichtlichen Anordnungen zur Pfändung, Beschlagnahme und Sequestrierung von Immobilien in Brasilien auf einer einzigen digitalen Plattform gebündelt. Das System Constri-Jud wurde vom Nationalen Betreiber des Elektronischen Grundbuchregisters (ONR) entwickelt und vom Nationalen Justizrat (CNJ) reguliert. Es verbindet Gerichte und Notariate in ganz Brasilien, um den Prozess der Eintragung von Beschränkungen in das Grundbuch zu automatisieren und zu beschleunigen.
Das Hauptziel des neuen Systems ist es, die Zeit zwischen der Gerichtsentscheidung und der Eintragung der Beschränkung in die Immobilie zu verkürzen und die Rechtssicherheit für Finanzierer, Eigentümer und Käufer zu erhöhen. Die Plattform ist bereits in der Praxis im Einsatz und zielt darauf ab, einem Dienst mehr Geschwindigkeit zu verleihen, dessen Nachfrage in den letzten fünf Jahren stetig gewachsen ist.
Zwischen 2020 und 2025 wurden von den Notariaten in ganz Brasilien rund 296.000 Immobilienpfändungen bearbeitet. Das jährliche Volumen stieg von 44.900 auf 51.200, was einem Wachstum von 14% entspricht, mit dem höchsten Stand im Jahr 2024, als 52.200 Pfändungen erreicht wurden. Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden bereits 28.100 gerichtliche Anordnungen gezählt.
Bis dahin gab es keinen integrierten nationalen Kanal für die elektronische Übermittlung dieser Anordnungen zwischen Gerichten und Notariaten, was zu Verzögerungen und Unsicherheit bei der Eintragung der Beschränkungen führte. Das Constri-Jud schließt diese Lücke, indem es einen einzigen digitalen Weg für das gesamte nationale Territorium schafft.




