Eine Gruppe brasilianischer Experten hat Vorschläge für eine neue Reform der Sozialversicherung ausgearbeitet, nach sieben Jahren seit der letzten 2019 genehmigten Reform. Die Studie wurde von Paulo Tafner, dem geschäftsführenden Direktor des Instituts für Mobilität und soziale Entwicklung, koordiniert und dauerte zehn Monate bis zur Fertigstellung.
Zu den wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen gehören die Anhebung des Mindestalters für den Rentenbeginn auf 67 Jahre, wobei Männer und Frauen gleichgestellt werden, sowie die Einführung eines Kapitalisierungssystems, bei dem die Hälfte der Beiträge auf ein individuelles Konto des Arbeitnehmers bei einer Rentenkasse fließen würde. Ebenso ist eine Erhöhung des Beitrags für einzelne Kleinunternehmer (MEI) vorgesehen.
Die Studie schlägt auch vor, die ständige Leistungsbeihilfe (BPC) auf 60% des Mindestlohns zu kürzen, mit progressiven Erhöhungen gemäß den Beitragsjahren des Leistungsempfängers. Basierend auf den Daten der Volkszählung von 2022 stellten die Experten fest, dass die Bevölkerungsalterung in Brasilien schneller als erwartet voranschreitet, was die Ausarbeitung neuer Maßnahmen zur Gewährleistung der Nachhaltigkeit des Systems motiviert hätte.




