Eine gewaltige Lawine aus Eis, Gestein, Schlamm und Wasser raste mit hoher Geschwindigkeit mehr als 170 Kilometer durch das Bhote Koshi-Flusstal im Nepal hinunter und verursachte eine verheerende Überschwemmung, die Häuser, Straßen, Brücken und Infrastrukturen verwüstete. Das Phänomen, das als "Tsunami aus Erde" beschrieben wurde, überraschte die lokale Bevölkerung, die praktisch keine Zeit hatte zu reagieren.
Die Tragödie ereignete sich am Mittwoch, den 26. August, und erste Analysen deuten auf den Kollaps eines Gletschers als Ursache der Katastrophe hin, in einem Kontext zunehmender Instabilität der Himalayas. Das Phänomen zeigt die wachsende Verwundbarkeit der Himalaya-Region, in der der Klimawandel die Gletscher destabilisiert hat.
Die nepalesische Regierung teilte mit, dass bereits 175 Leichen geborgen worden seien, während Hunderte von Menschen noch vermisst wurden. Die Such- und Rettungsarbeiten liefen vor Ort weiter, während die Teams versuchten, weitere Überlebende in den Trümmern der Überschwemmung zu finden.




