Der Artikel behandelt die Frage, welcher Indikator sich am besten zum Vergleich der Wertentwicklung von Finanzanlagen eignet: der CDI oder der IPCA. Die vorgestellte Antwort lautet, dass die Wahl vom Anlageziel des Anlegers abhängt.
Der CDI ist ein Indikator, der die Selic-Rate verfolgt, eine kurzfristige Zinsrate, die alle 45 Tage von der Zentralbank angepasst wird. Der IPCA hingegen ist ein Inflationsindex, der hauptsächlich als Referenz für die Entwicklung der Kaufkraft auf lange Sicht dient.
In Brasilien wird der CDI aus zwei Hauptgründen weitgehend verwendet. Erstens, weil die Banken den CDI bevorzugen, da praktisch jedes Bankprodukt daran gekoppelt ist, wie CDB, LCI, LCA und Sparboxen. Die Banken nehmen Mittel auf und verleihen sie dann in Operationen, die ebenfalls an den CDI gekoppelt sind, und investieren den Rest in den Tesouro Selic. Zweitens, weil historisch gesehen die Zinsen in Brasilien weit über der Inflation liegen.
Als aktuelles Beispiel liegt der CDI bei 14% pro Jahr, während der IPCA bei 4,5% pro Jahr liegt. In den letzten fünf Jahren lag der CDI durchschnittlich 6% pro Jahr über dem IPCA, ein Muster, das sich auch in Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren wiederholt.




