Die portugiesische Regierung hat entschieden, dass Wertpapiere, die durch Distributed-Ledger-Technologien wie Blockchain-Technologie repräsentiert werden, denselben rechtlichen Wert haben sollten wie traditionelle Wertpapiere. Diese Entscheidung gilt für tokenisierte Finanzinstrumente, die als Wertpapiere fungieren.
Die Position der Exekutive wurde nach eingehender Prüfung der Schaffung eines spezifischen Rechtsrahmens für Wertpapiere, die in Distributed-Ledger-Technologien repräsentiert werden, definiert. Die von den Behörden durchgeführte Analyse ergab, dass ein solcher Rechtsrahmen unnötig wäre.
Die Begründung für diese Schlussfolgerung basiert auf dem Prinzip der technologischen Neutralität, das festlegt, dass die zur Repräsentation eines Wertpapiers verwendete Technologie dessen rechtliche Behandlung nicht verändern darf. Somit hat ein tokenisiertes Wertpapier, das als Aktie oder Anleihe fungiert, dieselben rechtlichen Wirkungen wie seine traditionelle Version in Papierform oder in konventionellen Registern.
Dieser Ansatz positioniert Portugal in Einklang mit anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die ihre rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst haben, um die Digitalisierung der Finanzmärkte zu berücksichtigen, ohne Unterscheidungen basierend auf der zugrunde liegenden Technologie zu schaffen.




