Die Studie "Einstellungen und Wahrnehmungen über Kindheit und Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" offenbarte ein bedeutendes Paradoxon in der brasilianischen Erziehung. Die große Mehrheit der Bevölkerung, 91%, gibt an, dass Dialog die beste Art sei, ein Kind zu erziehen, was eine theoretische Wertschätzung der gewaltfreien Kommunikation demonstriert.
Wenn sie jedoch nach ihren tatsächlichen Praktiken befragt wurden, erzählen die Zahlen eine andere Geschichte. Die Erhebung zeigte, dass 62% der Brasilianer zugeben, bereits ein Kind angeschrien zu haben, was einen Abstand zwischen Diskurs und erzieherischer Praxis offenbart.
Darüber hinaus erkennen 49% der Befragten an, ihren Kindern Ohrfeigen gegeben zu haben, während 27% angaben, Gegenstände zum Schlagen verwendet zu haben, was auf die Anwendung härterer Formen körperlicher Bestrafung in der häuslichen Umgebung hindeutet.
Die Studie zeigt einen Widerspruch zwischen dem, was brasilianische Eltern als ideale Erziehungsmethode betrachten, und dem, was sie im Alltag tatsächlich praktizieren, was auf Herausforderungen bei der Anwendung des Dialogs als Hauptinstrument bei der Kindererziehung hindeutet.




