In den letzten Jahrzehnten ist der Tourismus zu einem der wichtigsten Motoren der territorialen Transformation geworden. Wo leerstehende Gebäude, ungenutzte Flächen oder verfallende landwirtschaftliche Strukturen existierten, entstehen Hotels, Resorts, touristische Unterkünfte und neue Einrichtungen. Dieses Phänomen stellt eine offensichtliche Chance für die wirtschaftliche und städtebauliche Regenerierung vieler Regionen dar.
Jedoch wirft der Druck des Tourismusinvestments auch Fragen hinsichtlich der Bewahrung der architektonischen und kulturellen Identität der Orte auf. Die Spannung zwischen der Notwendigkeit, Besucher anzuziehen, und der Aufrechterhaltung der ursprünglichen Merkmale der Räume stellt eine zentrale Herausforderung für Planer, Architekten und lokale Gemeinschaften dar.
Der Artikel untersucht, wie die Architektur gleichzeitig als Instrument der Differenzierung und als Faktor der Entcharakterisierung dienen kann. Die Art und Weise, wie Gebäude konzipiert, angepasst oder errichtet werden, bestimmt, ob die Tourismusentwicklung zur Aufwertung des lokalen Erbes beiträgt oder im Gegenteil zu dessen Homogenisierung und Verlust der Authentizität führt.




