Die Schroders vertritt die Ansicht, dass die klassische 60/40-Anlageregel (60% Aktien, 40% Anleihen) nicht tot ist, sondern in Szenarien der Stagflation angepasst werden muss. Die Analyse von Duncan Lamont, basierend auf 100 Jahren Daten, kommt zu dem Schluss, dass Diversifikation weniger zuverlässig ist, aber nicht vollständig verschwindet, da das 60/40-Portfolio in Stagflationsjahren einzelne Aktien und Anleihen übertraf. Die Hauptempfehlung besteht darin, die Laufzeit der Anleihen zu verkürzen, um die Sensitivität gegenüber Renditeanstiegen zu reduzieren, und variabel verzinsliche Wertpapiere wie Leveraged Loans in Betracht zu ziehen. Die Schroders empfiehlt außerdem, das Engagement bei Rohstoffen und Hedgefonds als alternative Diversifikationsquellen zu erhöhen und defensive Sektoren wie Healthcare sowie Stile wie Qualität und Value als widerstandsfähiger in einem stagflationären Umfeld zu identifizieren.
Jornal Económico27.08.26, 17:24